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Wichtige Hinweise für den Heilpflanzensammler! - Unser aller Anliegen ist die Erhaltung und Schonung der Natur. Man sammle nur dort, wo die Pflanze reichlich und üppig wächst. Unter Naturschutz stehende Pflanzen - im Text wurde jeweils darauf hingewiesen - scheiden selbstverständlich überhaupt aus. Es gibt genügend andere mit gleicher Heilwirkung!
- Nur Pflanzen, die man sicher kennt, sollten gesammelt werden. Wer etwa Bärlauchblätter mit denen der Herbstzeitlose verwechselt, trägt den Tod nach Hause!
- Straßenränder, an denen die Pflanzen durch Autoabgase verunreinigt sind, und Getreidefelder, in denen Handelsdünger und Pestizide eingebracht wurden, sind zu vermeiden. Pflanzen an natürlichen Standorten sind den kultivierten vorzuziehen.
- Innerhalb eines Jahres verlieren die meisten Pflanzen ihre Wirksamkeit. Deshalb nur den Bedarf eines Jahres sammeln und vor allem bedenken, dass auch ein geeigneter Platz zum Trocknen und Aufbewahren verfügbar sein muss.
- Bei Regen, Nebel und Tau gesammelte Pflanzen schimmeln. Die beste Sammelzeit ist der späte Vormittag.
- Nur saubere Pflanzen sammeln. Man kann Heilpflanzen nicht waschen. Verschmutzte Pflanzen sind wertlos.
- Heilkräuter transportiert man am besten luftig in offenen Körbchen, nie in Plastiktaschen.
- Getrocknet werden Heilkräuter nur im Schatten, an einem zugigen Ort, am besten auf einem Rost
- Gesammelte Wurzeln reinigt man mit der Zahnbürste und wäscht sie eventuell kurz im fließenden Wasser. Fleischige Wurzeln werden zum Trocknen der Länge nach aufgeschnitten.
- Nur bei Beeren (Weißdornbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren) kann ausnahmsweise das Backrohr bei geringer Hitze verwendet werden.
- Aufbewahrt werden die gut getrockneten und zerkleinerten Heilkräu¬ter lichtgeschützt in Papier- und Stoffsäckchen oder in Glasgefäßen.
- Die Gefäße sind zu beschriften und zu datieren.
- Angegebene Dosierung nie überschreiten, eher unterschreiten. Die unbestreitbaren Erfolge der Homöopathie beweisen, dass oft mit kleinsten Mengen die größten Wirkungen erreicht werden können.
- Kräuter mit gleicher oder ähnlicher Heilanzeige kann man vorteilhaft miteinander mischen, weil sich ihre Wirkstoffe ergänzen. Bei der Mischung dosiere man wie bei der Einzelpflanze.
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