| Schlangenbärlapp |
Schlangenbärlapp Lycopodium annotinum L. Bärlappgewächse Lycopodiaceae Volksnamen: Schlangenmoos, Gebirgsbärlapp, Sprossender Bärlapp, Wacholderbärlapp, Drudenfuß, Hexenkraut, Gichtmoos, Neunheil, Weingrün, Seichkraut, Wolfsranke, Zigeunerkraut. Merkmale: Mehrjährige, immergrüne, nichtblühende Pflanze mit weithin kriechenden, beblätterten Stengeln und aufrechten, oft gegabelten Ästchen, von denen die lineal-lanzettlich spitzen Blätter sparrig abstehen. Die Sporenbehälter sind zu einer ungestielten, sitzenden, bis 4 cm langen und 3 mm dicken Ähre vereinigt. Sie enthalten winzige Sporen, die sich als feines, gelbliches Mehl aus den Ähren schütteln lassen. Vorkommen: In Nord- und Mitteleuropa in schattig moosigen Hochwäldern besonders auf kalkarmen Boden im Moderhumus. In feuchten Bergwäldern, gelegentlich auch in Zwischenmooren. Alle Bärlapp-Arten stellen hohe Ansprüche an die Luftfeuchtigkeit, können dafür aber auch im tiefen Waldesschatten gedeihen, wo Blütenpflanzen nicht mehr existieren könnten. Heilkräftige Pflanzenteile: Verwendet werden die Bärlappsporen (Semen Lycopodii) und in der Volksmedizin auch das Bärlappkraut (Herba Lycopodii). Die Sporen enthalten fettes Öl, Zucker und einen Bitterstoff, das Kraut noch das Alkaloid Lycopodin. Heilanzeige: Die Sporen des Bärlapps wurden in der Volksmedizin als Puder gegen das Wundsein kleiner Kinder, fettleibiger Erwachsener und bettlägeriger alter Leute verwendet. Seltener ist die innerliche Anwendung des Bärlappmehls, mit Milchzucker verrieben, bei Blasenleiden und zur Steigerung der Harnabsonderung. Das ganze Kraut verwendet die Volksmedizin bei Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane, bei Gicht und Rheuma, bei Lebererkrankungen und Rachitis, und selbst bei Wadenkrämpfen. Die Sporen des Bärlapps, das »Hexenmehl«, wurden auch zur Erzeugung von Bühnenblitzen gebraucht, weil sie knatternd verbrennen, ohne Asche zu hinterlassen. Bärlapp ist auch ein altes Zauberkraut, das vor dem bösem Blick, vor Hexen und Zauberei schützen sollte. - Teebereitung: 1 Teelöffel mit einer Tasse Wasser überbrühen. 2 Tassen pro Tag. Bärlapptee darf niemals gekocht werden! Überdosis ist gefährlich! In der Homöopathie hat der Bärlapp besondere Bedeutung, da er sehr vielseitig angewandt wird, so bei Hauterkrankungen, Furunkeln, Kopfschmerzen, Leberleiden usw. Wie der Schlangenbärlapp können auch die anderen Bärlapp-Arten, vor allem der Keulenbärlapp, verwendet werden. Alle Bärlapp-Arten stehen unter Naturschutz! |
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